Alpiq will Stromproduktion bis 2020 verdoppeln

Alpiq will bis 2020 rund 10 Milliarden Franken in neue Kraftwerke investieren und damit die Stromproduktion verdoppeln.
Der Konzern rechnet - als Folge der Krise - zumindest bis 2015 sowohl in Italien als auch in Deutschland weiterhin mit grossen Überkapazitäten. Der Stromverbrauch bleibt gedämpft, während viele Gas-, Kohle-, Wind- und Sonnenkraftwerke ans Netz gehen. Zudem hat Deutschland die Laufzeit seiner Atomkraftwerke verlängert. Deshalb gibt es Überkapazitäten, die auf den Strompreis drücken. Die prognostizierte Stromlücke und der Anstieg der Strompreise in Europa kämen später als erwartet – zumindest bis Ende 2013 sei nicht mit einer deutlichen Verteuerung des Stroms zu rechnen. Alpiq hat zwar 8 Prozent mehr Strom abgesetzt, aber trotzdem einen Umsatzrückgang um 5 Prozent erlitten.
Daher überlegt man die Investitionen bis 2015 etwas zurückzufahren. Doch danach sollen sie gleich wieder hochgefahren werden. In der Schweiz stehen Wasserkraftwerke im Vordergrund;  dort will Alpiq die überschüssige Energie aus Wind- und Stromkraftwerken speichern. Der Konzern will dazu beitragen, dass die Schweiz zum Stromspeicher Europas wird. Im Ausland will  Alpiq dort, wo es politisch möglich ist, alte Kohlekraftwerke durch Gaskraftwerke ersetzen. Den dritten Schwerpunkt bildet die Windenergie. (Tages-Anzeiger).