Roche investierte 2010 am meisten in F&E

Letztes Jahr investierten die Unternehmen wieder mehr als im Krisenreichen 2009.

Die Unternehmensberatung Booz and Company veröffentlichte am Montag die Untersuchung, die sie nach Befragung von tausend leitenden Managern erstellt hatte. Dabei kam heraus, dass im letzten Jahr die Ausgaben für F&E im Schnitt um 9,3 Prozent gestiegen sind. Weltweit waren das 550 Mrd. US Dollar, nachdem 2009 erstmals in zehn Jahren eine sinkende Investitionssumme zu verzeichnen war. Die F&E Ausgaben überstiegen 2010 den vor der Krise investierten Wert von 521 Mrd. US Dollar.

Dieser Durchschnittswert verbirgt allerdings große Unterschiede: In China und Indien lag das Wachstum bei über 38 Prozent, in Nordamerika bei 10 Prozent, in Europa und Japan war das Wachstum jedoch deutlich unter dem Durchschnitt: 5,8 bzw. 1,8 Prozent

Auf einer von der Unternehmensberatung erstellten Rangliste waren unter den zwanzig global am meisten in F&E investierenden Unternehmen acht europäische, acht nordamerikanische und vier asiatische Unternehmen. Die Liste wird angeführt vom Schweizer Pharmakonzern Roche, an zweiter Stelle steht der amerikanische Konkurrent Pfizer und an dritter Stelle steht mit Novartis ebenfalls ein europäischer Pharmakonzern. Microsoft rutschte von seinem zweiten Platz in 2009 auf den Vierten herab, der amerikanische Pharmakonzern Merck schaffte es hingegen, von Platz vierzehn auf den fünften Platz hochzuspringen.

Laut der Zusammenstellung fallen zwei Drittel der F&E Ausgaben auf Informationstechnologien und Elektronik bzw. Medikamente und Automobilforschung. (HVG)