Schweizer Konsumentenpreise um 48% über dem EU-Durchschnitt

 Die Frankenstärke akzentuiert gegenwärtig den Status der Schweiz als Hochpreisinsel. Die hohen Preise in der Schweiz haben vielfältige Gründe – und Besserung ist kaum in Sicht.zer Konsumentenpreise um 48% über dem EU-Durchschnitt
 Im Vergleich der europäischen Statistikbehörde (Eurostat) der Konsumentenpreisniveaus für das Jahr 2010 schwingt die Schweiz einmal mehr mit dem höchsten Wert obenaus. Schweizer Konsumentenpreise lagen 2010 um 48% über dem EU-Durchschnitt. Besonders teuer sind  Lebensmittel (+49% relativ zum EU-Durchschnitt), das Gastgewerbe (+41%) und Transportdienstleistungen (+34%). Kostspielig sind auch Kleider (+26%), Schuhe (+18%) sowie Elektrizität, Gas und Treibstoffe (+16%). Die Preise für Fahrzeuge (+6%), Möbel (+4%), Nachrichtenübermittlung und elektronische Geräte (je +3%) liegen hingegen nur leicht über dem EU-Schnitt.

Selbst in den Jahren vor der Finanzkrise, als der Euro als überbewertet galt, waren die Preise in der Schweiz um mindestens 25% höher als im EU-Durchschnitt. Die gegenwärtige Frankenstärke akzentuiert die Preisunterschiede wieder; am Status der Schweiz als Hochpreisinsel hat sich in den vergangenen zehn Jahren aber nur wenig geändert.(NZZ)