Starker Franken lässt Exporte stagnieren

Trotz der ungünstigen Währungssituation sind die Schweizer Exporte gewachsen. Seit Juni stagnieren sie aber.
 Der Schweizer Franken wird praktisch von Tag zu Tag stärker. Innert Jahresfrist hat er gegenüber dem Euro um fast 17 Prozent zugelegt. Seit 2007 ist er gegenüber der Gemeinschaftswährung sogar um fast 35 Prozent teurer geworden. Obwohl der hohe Frankenkurs die Exporte deutlich verteuerte, hielten sich die Ausfuhren der Firmen lange erstaunlich robust.Im Juni gingen die Exporte gegenüber dem Vorjahresmonat nominal um hohe 8,2 Prozent auf 15,8 Mrd. Franken zurück. So zeigt sich erstmals in diesem Jahr praktisch ein Nullwachstum in der Exportstatistik.
Die Preise der Schweizer Exportgüter haben sich im Juni um hohe 10,9 Prozent verteuert. Die grössten Rückschläge musste die Schweizer Wirtschaft in Europa hinnehmen. Hier gingen die Exporte im Juni um 13,6 Prozent auf 9,6 Mrd. Franken zurück.

Die Preise der Importwaren verbilligten sich gegenüber dem  Vorjahr um 5,6 Prozent. Die Konsumenten profitieren bei Importwaren noch längst nicht in vollem Umfang von den Vorteilen des starken Frankens. (NZZ)